Welches Glas ist in meinem Fenster verbaut? So erkennen Sie Ihre Verglasung

Welches Glas ist in meinem Fenster verbaut? So erkennen Sie Ihre Verglasung

Wenn man plötzlich wissen muss, welches Glas im Fenster steckt

Solange eine Fensterscheibe ihren Dienst verrichtet, beschäftigen sich die wenigsten Menschen damit, welcher Glasaufbau tatsächlich im Fenster steckt. Interessant wird diese Frage meistens erst dann, wenn eine Scheibe beschädigt ist, ausgetauscht werden soll oder die Wärmedämmung verbessert werden soll.

Dann stellen sich plötzlich Fragen wie: Ist das Zweifach- oder Dreifachglas? Handelt es sich um Wärmeschutzglas? Ist Sicherheitsglas eingebaut? Welche Glasdicke benötige ich?

Bei neueren Fenstern lassen sich einige Informationen möglicherweise anhand von Kennzeichnungen oder vorhandenen Unterlagen feststellen. Bei älteren Fenstern wird es schwieriger. Und wenn die Glasscheibe bereits vollständig zerbrochen ist oder sogar ganz fehlt, scheint eine Bestimmung auf den ersten Blick kaum noch möglich.

Die gute Nachricht: Für einen Austausch muss nicht in jedem Fall exakt rekonstruiert werden, welches Glas vor 20 oder 30 Jahren eingebaut wurde. Viel wichtiger ist häufig die Frage, welche Verglasung heute technisch zum vorhandenen Fenster passt und welche Anforderungen sie erfüllen muss.

In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie vorhandene Verglasungen erkennen können, welche Kennzeichnungen weiterhelfen und was Sie tun können, wenn von der alten Scheibe kaum noch etwas vorhanden ist.

1. Warum sollte ich überhaupt wissen, welches Glas verbaut ist?

Wenn lediglich eine Glasscheibe ersetzt werden soll, liegt der Gedanke nahe: Maße nehmen, neues Glas bestellen und einsetzen.

Ganz so einfach ist es jedoch nicht.

Fensterglas kann unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Neben der eigentlichen Trennung von Innen- und Außenbereich kann eine Verglasung beispielsweise dem Wärmeschutz, Schallschutz, Sonnenschutz oder der Sicherheit dienen.

Beim Austausch sind deshalb unter anderem folgende Eigenschaften relevant:

  • Anzahl und Dicke der Glasscheiben
  • Gesamtdicke der Verglasung
  • Scheibenzwischenräume
  • Wärmeschutzbeschichtung
  • Sicherheitsanforderungen
  • Schallschutz
  • Gewicht der neuen Verglasung
  • vorhandener Fensterrahmen und Glasfalz
Fenster richtig abmessen

Besonders wichtig: Die neue Scheibe muss nicht zwangsläufig identisch mit der alten Verglasung sein.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein älteres Fenster beispielsweise mit einem moderneren Wärmeschutzisolierglas ausgestattet werden.

Ob das möglich ist, hängt jedoch vom vorhandenen Fenster ab.

2. Wie erkenne ich Einfach-, Zweifach- oder Dreifachverglasung?

Das lässt sich häufig bereits durch einen Blick auf den Glasrand feststellen.

Einfachverglasung

Hier besteht die Verglasung lediglich aus einer einzelnen Glasscheibe. Es gibt keinen Scheibenzwischenraum und entsprechend auch keinen Abstandhalter zwischen mehreren Scheiben.

Einfachverglasungen findet man heute vor allem noch bei älteren Gebäuden, Nebengebäuden, bestimmten historischen Fenstern oder unbeheizten Bereichen.

Zweifachverglasung

Eine Zweifach-Isolierverglasung besteht aus zwei Glasscheiben und einem dazwischenliegenden, hermetisch abgedichteten Scheibenzwischenraum.

Am Rand ist normalerweise ein Abstandhalter zu erkennen.

Dreifachverglasung

Hier sind drei Glasscheiben vorhanden. Dadurch entstehen zwei voneinander getrennte Scheibenzwischenräume und entsprechend zwei Abstandhalterebenen.

Bei modernen Fenstern ist Dreifach-Wärmeschutzverglasung mittlerweile weit verbreitet.

Schneller Überblick

Erkennbares MerkmalWahrscheinlicher Glasaufbau
Eine einzelne GlasscheibeEinfachverglasung
Zwei Scheiben und ein ScheibenzwischenraumZweifach-Isolierglas
Drei Scheiben und zwei ScheibenzwischenräumeDreifach-Isolierglas
Abstandhalter zwischen den ScheibenHinweis auf Isolierverglasung
Keine Zwischenräume erkennbarEinfachglas oder anderer Glasaufbau – genauer prüfen

3. Was verrät der Abstandhalter im Fenster?

Bei Isolierglas lohnt sich ein genauer Blick auf den Randbereich zwischen den Glasscheiben.

Dort befindet sich der sogenannte Abstandhalter. Je nach Hersteller und Herstellungszeitraum können darauf Informationen aufgedruckt oder eingeprägt sein.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Hersteller
  • Produktionsdatum
  • Abmessungen
  • Glasaufbau
  • Produktbezeichnung
  • technische Kennzeichnungen
  • interne Produktionsnummern

Allerdings gibt es keine Garantie, dass Sie dort sämtliche benötigten Informationen finden.

Bei älteren Verglasungen können Kennzeichnungen schwer lesbar sein oder lediglich aus internen Herstellerangaben bestehen, die sich für den Endkunden kaum entschlüsseln lassen.

Unser Tipp: Fotografieren Sie vorhandene Kennzeichnungen möglichst vollständig. Auch scheinbar unbedeutende Zahlen oder Buchstaben können bei der späteren Bestimmung hilfreich sein.

4. Gibt es einen Stempel auf dem Fensterglas?

Bei bestimmten Glasarten können dauerhafte Kennzeichnungen vorhanden sein.

Ein bekanntes Beispiel ist ESG – Einscheibensicherheitsglas. ESG besitzt eine dauerhafte Kennzeichnung, die normalerweise in einem Eckbereich der Glasscheibe angebracht wird.

Auch bei anderen Sicherheitsgläsern können entsprechende Kennzeichnungen vorhanden sein.

Das bedeutet allerdings nicht umgekehrt:

Keine sichtbare Kennzeichnung bedeutet nicht automatisch, dass gewöhnliches Floatglas eingebaut wurde.

Ein Stempel kann beispielsweise durch den Rahmen verdeckt sein oder sich an einer schwer einsehbaren Stelle befinden.

5. Wie erkenne ich Wärmeschutzglas?

Stabel Glasscheiben fertig für den Einbau

Bei modernem Wärmeschutzisolierglas befindet sich auf einer der Glasoberflächen innerhalb des Isolierglasaufbaus eine spezielle Beschichtung.

Diese Beschichtung reduziert den Wärmeaustausch durch die Verglasung. Mit bloßem Auge ist sie häufig kaum erkennbar.

Ein bekanntes Hilfsmittel zur ersten Orientierung ist der sogenannte Flammen- oder Feuerzeugtest.

Hält man eine kleine Flamme vor eine Mehrfachverglasung, entstehen mehrere Spiegelbilder der Flamme. Eine Wärmeschutzbeschichtung kann dazu führen, dass eine der Reflexionen eine andere Färbung aufweist.

Der Test kann einen Hinweis liefern, ersetzt aber keine fachgerechte Bestimmung des Glasaufbaus.

Vor allem lässt sich daraus nicht zuverlässig die vollständige technische Spezifikation der Verglasung ableiten.

6. Kann ich mit dem Flammentest auch die Anzahl der Scheiben erkennen?

Flammentest bei Glasscheiben

Die mehrfachen Reflexionen können ebenfalls Hinweise auf die Anzahl der Glasoberflächen geben.

Bei einer Zweifachverglasung entstehen beispielsweise Reflexionen an mehreren Glasoberflächen, bei einer Dreifachverglasung entsprechend mehr.

In der Praxis können die Spiegelbilder jedoch sehr dicht beieinanderliegen und schwer auseinanderzuhalten sein.

Für eine erste Einschätzung ist die Methode interessant. Für eine Bestellung sollte man sich jedoch nicht ausschließlich darauf verlassen.

7. Wie erkenne ich Sicherheitsglas?

Hier muss zwischen verschiedenen Sicherheitsglasarten unterschieden werden.

ESG – Einscheibensicherheitsglas

ESG wird thermisch vorgespannt und besitzt dadurch andere mechanische Eigenschaften als gewöhnliches Floatglas.

Eine wichtige Erkennungsmöglichkeit ist die bereits erwähnte dauerhafte Kennzeichnung.

Ist die Scheibe bereits zerbrochen, gibt es ein weiteres auffälliges Merkmal: ESG zerfällt typischerweise in viele kleine Bruchstücke.

VSG – Verbundsicherheitsglas

VSG besteht aus mindestens zwei Glasscheiben, die durch eine reißfeste Zwischenlage miteinander verbunden sind.

Bei einem Glasbruch bleiben die Bruchstücke deshalb typischerweise an der Zwischenlage haften.

Eine zerbrochene Scheibe mit einem charakteristischen Rissbild, die dennoch weitgehend zusammenhält, kann daher auf VSG hindeuten.

Bei eingebautem, unbeschädigtem Glas ist VSG für einen Laien dagegen nicht immer eindeutig zu erkennen.

Glas wird mit der Hand gehalten

8. Wie erkenne ich Schallschutzglas?

Das ist deutlich schwieriger.

Schallschutzglas kann beispielsweise mit unterschiedlich dicken Glasscheiben, größeren Scheibenzwischenräumen und speziellen Verbundgläsern beziehungsweise Akustikfolien aufgebaut sein.

Von außen kann eine solche Verglasung zunächst wie gewöhnliches Isolierglas aussehen.

Deshalb lässt sich aus dem bloßen Anblick eines Fensters normalerweise nicht zuverlässig ableiten, welchen Schalldämmwert die Verglasung besitzt.

Hier helfen vorhandene Kennzeichnungen, Rechnungen, Fensterunterlagen oder eine professionelle Bestimmung weiter.

9. Wie erkenne ich die Glasdicke?

Bei einer ausgebauten einzelnen Glasscheibe lässt sich die Glasdicke vergleichsweise einfach messen.

Bei eingebautem Fensterglas ist das schwieriger, weil der Glasrand im Fensterrahmen steckt.

Fachbetriebe können hierfür spezielle Glasdickenmessgeräte einsetzen, mit denen sich Glasdicken teilweise bestimmen lassen, ohne die Verglasung auszubauen.

Bei Isolierglas muss außerdem zwischen zwei Angaben unterschieden werden:

Dicke der einzelnen Glasscheiben und Gesamtdicke der Isolierglaseinheit.

Ein beispielhafter Aufbau könnte etwa aus einer Glasscheibe, einem Scheibenzwischenraum und einer weiteren Glasscheibe bestehen. Bei Dreifachglas kommen entsprechend eine weitere Scheibe und ein zweiter Zwischenraum hinzu.

Für einen Austausch ist die Gesamtdicke besonders wichtig, da die neue Verglasung in den vorhandenen Glasfalz und zu den Glasleisten passen muss.

10. Kann ich anhand des Fensteralters erkennen, welches Glas eingebaut wurde?

Das Alter liefert lediglich Anhaltspunkte.

Ein sehr altes Fenster besitzt mit höherer Wahrscheinlichkeit eine energetisch schlechtere Verglasung als ein modernes Fenster. Daraus lässt sich aber nicht zuverlässig auf einen bestimmten Glasaufbau schließen.

Ein Gebäude kann außerdem zwischenzeitlich modernisiert worden sein. Vielleicht stammt der Rahmen aus einer früheren Bauphase, während die Glasscheibe bereits einmal ersetzt wurde.

Deshalb gilt:

Das Baujahr ist ein Hinweis – aber kein Beweis für eine bestimmte Verglasung.

Altes Glasfenster im Altbau

11. Was ist, wenn die Fensterscheibe bereits zerbrochen ist?

Gerade nach einem Glasbruch stellt sich häufig erst die Frage, welches Glas ersetzt werden muss.

Solange Teile der alten Verglasung vorhanden sind, können sie wichtige Informationen liefern.

Bei Isolierglas sollte insbesondere der Randbereich untersucht werden. Sind Abstandhalter und Teile des Glasaufbaus noch vorhanden, lassen sich möglicherweise die Anzahl der Scheiben, der Aufbau und vorhandene Kennzeichnungen feststellen.

Auch das Bruchbild kann Hinweise geben.

Zerfällt das Glas in zahlreiche kleine Bruchstücke, kann dies auf ESG hinweisen. Bleiben zahlreiche Glassplitter an einer Folie haften, deutet dies auf einen Verbundglasaufbau hin.

Bei gewöhnlichem Floatglas entstehen dagegen typischerweise größere und teilweise sehr scharfkantige Bruchstücke.

Vorsicht: Zerbrochenes Fensterglas kann erhebliche Schnittverletzungen verursachen. Besonders große beschädigte Isolierglasscheiben sollten nicht ohne entsprechende Kenntnisse und Schutzausrüstung ausgebaut werden.

12. Was mache ich, wenn die Glasscheibe vollständig fehlt?

Interessant wird es, wenn das Glas bereits entfernt wurde oder durch einen Schaden vollständig fehlt.

Dann kann man die ursprüngliche Scheibe natürlich nicht mehr untersuchen. Trotzdem gibt es mehrere Möglichkeiten.

Andere Fenster im Gebäude ansehen

Besitzt das Haus mehrere baugleiche Fenster aus derselben Bauphase, kann ein noch vorhandenes Fenster wertvolle Hinweise liefern.

Das ist häufig der einfachste Ansatz. Allerdings sollte man prüfen, ob nicht einzelne Fenster bereits zu einem früheren Zeitpunkt erneuert wurden.

Alte Rechnungen und Bauunterlagen suchen

Fensterrechnungen, Bauunterlagen, Sanierungsunterlagen oder frühere Angebote können Angaben zur Verglasung enthalten.

Glasfalz und Glasleisten untersuchen

Auch der vorhandene Fensterrahmen liefert Informationen.

Die verfügbare Glasfalztiefe und die vorhandenen Glasleisten geben Hinweise darauf, welche Gesamtdicke aufgenommen werden kann.

Den Fensterhersteller feststellen

Bei manchen Fenstern sind Hersteller, Profilbezeichnungen oder andere Kennzeichnungen am Rahmen beziehungsweise an den Beschlägen vorhanden.

Unter Umständen lässt sich dadurch die ursprüngliche Fensterkonstruktion näher bestimmen.

Muss die ursprüngliche Verglasung überhaupt rekonstruiert werden?

Das ist die eigentlich entscheidende Frage.

Nicht unbedingt.

Wenn die alte Scheibe vollständig fehlt, kann es sinnvoller sein, zunächst festzustellen, welche Verglasung heute für diesen Rahmen technisch geeignet und für den Einsatzzweck erforderlich ist.

13. Muss ich wieder genau dasselbe Glas einbauen?

Nein – zumindest nicht grundsätzlich.

Angenommen, in einem älteren Fenster befand sich eine Zweifach-Isolierverglasung mit vergleichsweise schlechter Wärmedämmung.

Wenn der Fensterrahmen technisch geeignet ist, kann beim Austausch möglicherweise ein modernes Wärmeschutzisolierglas eingesetzt werden.

Das kann gleich mehrere Vorteile bringen:

  • geringere Wärmeverluste
  • höhere Oberflächentemperatur auf der Raumseite
  • besserer Wohnkomfort
  • geringeres Kondenswasserrisiko auf der Glasmitte
  • gegebenenfalls zusätzliche Funktionen wie Schallschutz oder Sicherheit

Allerdings kann man nicht beliebig irgendeine neue Glasscheibe einsetzen.

Mehr Informationen zum Thema Wärmeschutz finden Sie auch in unserem Beitrag Was passiert im Winter mit dem Fensterglas?

14. Warum passt nicht jedes Glas in jeden Fensterrahmen?

Ein Fensterrahmen wurde für bestimmte konstruktive Bedingungen ausgelegt.

Soll die Verglasung verändert werden, müssen deshalb mehrere Faktoren berücksichtigt werden.

Gesamtdicke

Eine neue Isolierglaseinheit muss in den vorhandenen Glasfalz passen. Eine deutlich dickere Dreifachverglasung kann möglicherweise nicht in einen Rahmen eingebaut werden, der ursprünglich für eine dünnere Zweifachverglasung vorgesehen war.

Gewicht

Mehr Glas bedeutet normalerweise auch mehr Gewicht.

Besonders bei beweglichen Fensterflügeln ist dies wichtig. Beschläge und Scharniere müssen das zusätzliche Gewicht dauerhaft tragen können.

Glasleisten und Dichtungen

Die Verglasung muss fachgerecht gehalten und abgedichtet werden können. Dafür müssen Glasleisten und Dichtungen zum neuen Aufbau passen.

Sicherheit

Je nach Einbausituation können Anforderungen an Sicherheitsglas bestehen. Das betrifft beispielsweise bestimmte bodentiefe Verglasungen oder absturzsichernde Konstruktionen.

Wärme- und Schallschutz

Eine neue Verglasung sollte nicht nur mechanisch in den Rahmen passen. Auch die bauphysikalischen Eigenschaften des gesamten Fensters müssen berücksichtigt werden.

Wenn Sie besonders unter Außenlärm leiden, finden Sie weitere Informationen in unserem Beitrag Schallschutzfolie oder Schallschutzglas – was hilft wirklich?

15. Welche Hinweise kann ich selbst sammeln?

Bevor Sie einen Fachbetrieb kontaktieren, können Sie bereits einige Informationen zusammentragen.

BeobachtungWas sie verraten kann
Eine einzelne ScheibeHinweis auf Einfachverglasung
Ein ScheibenzwischenraumHinweis auf Zweifach-Isolierglas
Zwei ScheibenzwischenräumeHinweis auf Dreifach-Isolierglas
Aufdruck im AbstandhalterKann Informationen über Hersteller oder Verglasung enthalten
ESG-KennzeichnungHinweis auf Einscheibensicherheitsglas
Glassplitter bleiben an einer Folie haftenHinweis auf Verbundsicherheitsglas
Viele kleine BruchstückeTypisches Bruchbild von ESG
Unterschiedliche FlammenreflexionenKann auf eine Glasbeschichtung hinweisen
Feuchtigkeit zwischen den ScheibenKann auf einen beschädigten Randverbund hinweisen
Keine Scheibe mehr vorhandenRahmen, Glasfalz, baugleiche Fenster und Unterlagen untersuchen

16. Kann man eine vorhandene Verglasung professionell bestimmen lassen?

Ja. Und gerade dann, wenn anschließend eine neue Glasscheibe bestellt werden soll, ist eine fachgerechte Bestimmung sinnvoll.

Je nach Situation können unter anderem Glasdicke, Scheibenaufbau, Beschichtungen und vorhandene Kennzeichnungen untersucht werden.

Noch wichtiger ist jedoch die Beurteilung des vorhandenen Fensters.

Denn beim Austausch lautet die entscheidende Frage häufig nicht:

„Welches Glas war hier ursprünglich eingebaut?“

sondern:

„Welches Glas können und sollten wir heute in diesem Fenster verwenden?“

Gerade bei älteren Fenstern eröffnet das die Möglichkeit, den Austausch gleichzeitig für eine Verbesserung der Verglasung zu nutzen.

17. Scheibe kaputt? Erst prüfen, dann bestellen

Eine zerbrochene Fensterscheibe ist ärgerlich. Trotzdem sollte nicht vorschnell irgendein Glas mit den gleichen Außenmaßen bestellt werden.

Vorher sollte geklärt werden:

  • Welche Funktion hatte die ursprüngliche Verglasung?
  • Wird Sicherheitsglas benötigt?
  • Handelt es sich um Einfach- oder Isolierglas?
  • Welche Gesamtdicke kann der Rahmen aufnehmen?
  • Welches Glasgewicht verträgt der Fensterflügel?
  • Soll gleichzeitig der Wärmeschutz verbessert werden?
  • Bestehen Anforderungen an den Schallschutz?
  • Sind Rahmen, Dichtungen und Beschläge noch in gutem Zustand?

Gerade bei älteren Fenstern kann ein notwendiger Scheibentausch deshalb auch eine Gelegenheit zur Modernisierung sein.

Fazit: Nicht nur fragen, welches Glas verbaut war

Bei vielen Fenstern lässt sich der vorhandene Glasaufbau mit etwas genauerem Hinsehen zumindest teilweise bestimmen. Anzahl der Scheiben, Abstandhalter, Glasstempel, Beschichtungen und vorhandene Unterlagen liefern wichtige Hinweise.

Schwieriger wird es bei speziellen Funktionsgläsern. Ob eine Verglasung beispielsweise bestimmte Schallschutzwerte besitzt, lässt sich mit bloßem Auge normalerweise nicht zuverlässig feststellen.

Auch eine zerbrochene Scheibe kann noch wertvolle Hinweise liefern. Ist das Glas dagegen vollständig verschwunden, können baugleiche Fenster, Rahmenkonstruktion und alte Unterlagen bei der Rekonstruktion helfen.

Entscheidend ist jedoch ein anderer Punkt:

Beim Austausch muss nicht zwangsläufig exakt das Glas wieder eingebaut werden, das ursprünglich vorhanden war.

Ist der Fensterrahmen geeignet, kann der Scheibentausch beispielsweise genutzt werden, um Wärmeschutz, Schallschutz oder Sicherheit zu verbessern.

Sie wissen nicht, welches Glas Sie benötigen?

Gerade bei älteren Fenstern oder einer bereits zerbrochenen Scheibe ist es nicht immer einfach, den richtigen Glasaufbau selbst zu bestimmen.

Meitinger Glas unterstützt Sie bei der Auswahl der passenden Verglasung. Wir können die vorhandene Situation beurteilen und gemeinsam mit Ihnen klären, welche Glasscheibe für Ihr Fenster und Ihre Anforderungen geeignet ist.

Auf Wunsch übernehmen wir auch das Aufmaß, den Ausbau der beschädigten beziehungsweise alten Verglasung, die fachgerechte Montage der neuen Scheibe und die Entsorgung des Altglases.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite Montage durch Meitinger Glas.

So müssen Sie nicht selbst herausfinden, ob vor 25 Jahren ein bestimmter Glasaufbau verwendet wurde – entscheidend ist, dass die neue Verglasung technisch zum Fenster und zu Ihren heutigen Anforderungen passt.

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